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Durch die Höllentalklamm wandern

September 20th, 2016

Höllental mit Blick auf die Zugspitze
 
Schöne Klamm gefällig? Bitte sehr! Die Höllentalklamm ist den Sommer über bis ca. Mitte Oktober geöffnet. Tief eingeschnitten ins Hochgebirge stürzt sich der Hammersbach über Felsblöcke, fällt schäumend milchig über Felsriegel in Gumpen und ist ein Naturerlebnis der ganz besonderen Art.
Wir sind am frühen Morgen vom Wanderparkplatz in Grainau, Hammersbach, aufgebrochen. Auf diesem Weg durch das Höllental kann man bis auf die Zugspitze wandern und klettern. Wir wollten uns aber „nur“ die Klamm ansehen und bis zur Höllentalangerhütte wandern. Ein traumhafter Tagesausflug!
Völlig eben geht es nun zunächst entlang des Hammersbaches in den Wald hinein. Nach Querung einer Brücke wird der Weg dann deutlich steiler. In einer großen Kurve geht es im Wald bergauf. Über einige Stufen und Serpentinen nähert man sich wir der Höllentaleingangshütte.

Die kleine Hütte mit der winzigen Terrasse klebt auf einem Felsen am Berg. Wer mag, kann sich hier noch stärken, bevor es in die Höllentalklamm geht. Hier muss man einen kleinen Obolus entrichten. Das frühe Aufstehen hatte sich gelohnt, da sich hier bei unserem Rückweg immer noch eine beträchtliche Schlange Wartender gebildet hatte.
Die aktuellen Preise und Öffnungszeiten zur Höllentalklamm findet Ihr auf grainau.de.

Nach wenigen Metern wird die Klamm richtig schmal. Hier wurde oberhalb des Wassers ein Weg in den Fels gesprengt, der teilweise durch Tunnels führt. Zusätzlich gibt es hier noch Bohlenwege, die jedes Jahr auf- und abgebaut werden müssen. Diese Stege führen am Fels entlang über das Wasser. An zwei Stellen wechselt man über zwei kurze Brücken die Klammseite. Unten fließt der Hammersbach wild und mit ohrenbetäubendem Lärm durch die enge Schlucht.
Immer wieder sieht man kleine Wasserfälle. Gleichzeitig muss man auf den Weg achten. Er ist überall zum Bach hin mit einem Geländer gesichert. Über Felsen, Holzwege und Treppen geht der Weg immer tiefer in die Schlucht hinein. Dabei führt er stetig leicht bergauf.

Die Tunnel sind elektrisch schwach beleuchtet; die Treppenstufen und die Wege in den Tunnels können glitschig sein. Immer wieder tropft von irgendwoher Wasser oder ein richtiger Wasserstrahl von der Decke. Außerhalb der Tunnel wehen einem Wasserschleier ins Gesicht. Von der Hitze des Tages ist innerhalb der Höllentalklamm nichts zu spüren. Regenjacke und/oder Vlies sind hier auf jeden Fall ein guter Begleiter. Durch die Tunnelfenster kann man immer wieder in die Klamm sehen. Nach etwa einem Kilometer erreicht man dann das Ende der Klamm.

Ein weiteres Stück bergauf gelangt man nach einigen Serpentinen ins obere Höllental. Das letzte Stück ist dann wieder flach und es gibt viel zu sehen. Steil ragen die Bergwände auf, am Mariensprung stürzt das Wasser aus dem Berg raus. Neben dem Weg fließt der Bach und man kann das gesamte obere Höllental sehen. Was für ein Blick!
Dann gelangt man zur traumhaft gelegenen Höllentalangerhütte. Der Blick Richtung Zugspitze ist grandios.
Das Tal hier ist wieder recht weit, man kann unter Bäumen sitzen und Brotzeit machen oder unter den Sonnenschirmen an der Hütte sitzen und den Blick auf die Zugspitze genießen. Und dieser toppt noch den tollen Weg hierher.

Im Herbst 2013 wurde zwar die alte Höllentalangerhütte geschlossen und abgerissen. Die über 100 Jahre alte „Ur-Hütte“ wurde abgetragen und im Garten des Alpinen Museums auf der Praterinsel in München wieder aufgebaut. Aber auch die neue Hütte hat den gleichen sensationellen Blick. 😉

Übrigens: eine tolle, detailgenaue 360° Tour dieser Route bis auf die Zugspitze findet man auch bei zugspitze360.com.

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"Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon."
Aurelius Augustinus.

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