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Nicht viele hatten Sankt Petersburg bisher auf ihrem „Urlaubszettel“. Zu Unrecht finden wir! Diese wunderbare Stadt im Nordwesten Russlands verfügt über eine Vielzahl traumhaft schöner Sehenswürdigkeiten. Bereits ein Spaziergang durch dessen Zentrum ähnelt einem einzigen Museumsbesuch.

Nicht grundlos plant die Stadtverwaltung, in den nächsten Jahren in die Top 5 der europäischen Städtereiseziele aufzusteigen. Prunkvolle Paläste, vergoldete Kuppeln und Turmspitzen prägen den Charme der Stadt. Das historische Zentrum von Sankt Petersburg ist seit 1990 UNESCO Weltkulturerbe.

Einen guten ersten Überblick erhält vom Wasser aus. Mehrere Nebenarme der Newa und Kanäle durchziehen das Innenstadtgebiet. Die Stadt besteht aus über 100 Inseln, die durch die vielen Flüsse und Kanäle entstanden sind. Sankt Petersburg wird daher auch häufig als „Venedig des Nordens“ bezeichnet. Mehr Brücken als die norditalienische Stadt hat sie jedenfalls schon.

Mit einer Bootsfahrt lässt sich fast die gesamte City bequem erkunden. Zwischen April und September werden unterschiedlich lange Touren angeboten. Überall, wo der Newsij-Prospekt eine Wasserstraße kreuzt, liegen Ausflugsboote vor Anker. Er ist die Hauptstraße von Sankt Petersburg und eine der berühmtesten Prachtstraßen Russlands.

Ein Topziel ist sicherlich der Winterpalast am Ufer der Newa. Hier reihen sich die Prachtbauen wie Perlen auf der Schnur aneinander. Die barocke Zarenresidenz ist heute das Hauptgebäude des weltberühmten Eremitage-Museums. Eine Online-Reservierung ist empfehlenswert, aber Achtung! Am Montag ist Ruhetag. Man sagt: würde ein heute Neugeborenes sich für JEDES ausgestellte Stück einige Sekunden Zeit nehmen, käme es erst als 70-Jähriger wieder heraus… 😉

An der Rückseite des Winterpalais tritt man auf den Schlossplatz. Dieser zentrale Platz zählt zu den größten und imposantesten Platzanlagen der Welt. Vom Schlossplatz sieht man auch andere wichtige Sehenswürdigkeiten. Darunter die Admiralität und die Isaakskathedrale. Dieses Wahrzeichen der Stadt ist einer der größten Kuppelbauten weltweit und dominiert die Silouette der Stadt. Sie ist fähig rund 10.000 Menschen aufzunehmen. Die gigantische Goldkuppel mit ihrem Durchmesser von 26 m bietet einen herrlichen Blick auf die Zarenmetropole.

Für uns eine der schönsten war jedoch die Auferstehungskirche. Die einzige Kirche Sankt Petersburgs mit typisch russischen Zwiebeltürmen ist sehr farbenfroh.

Apropos Kirchen, hier ist die Verwestlichung bereits in vollem Gange. Die prachtvollen Gotteshäuser werden einfach als „Museum“ deklariert, wofür Eintritt verlangt wird. Und der ist für Ausländer erheblich teurer ist als für Russen. Leider geht die Verwestlichung noch nicht soweit, vor Ort alles schön in einer noch anderen Sprache als kyrillisch zu beschreiben. Hier ist man schnell „lost in translation“. 😉 Mit den Menschen dort kommt man mit englisch und z.T. auch deutsch allerdings bestens zurecht.

Auch sehenswert und historisch bedeutsam ist die Peter-Paul-Festung auf der Haseninsel gegenüber dem Winterpalast. Sie markiert den Ursprung der Stadt und sollte ab 1703 als Bollwerk gegen Schweden schützen sowie den Weg zur Ostsee frei machen. Das Herzstück der Peter-Paul-Festung bildet die Peter-Paul-Kathedrale. Mit ihrer 122,5 m hohen goldenen Spitze zählt die älteste Kathedrale der Stadt zu den Wahrzeichen Sankt Petersburgs. Vor den teilweise 30 m dicken Mauern der Bastion tummeln sich im Sommer die Einheimischen an den dort angelegten Sandstränden.

Noch ein Tipp für den Rückweg von der Petrograder Seite über die Newa: kurz vor der Börsenbrücke liegt die „Flying Dutchmann“, ein respektables Segelboot mit klasse Restaurant und coolem Terrassen-Floß.

Zu den musts eines Besuches zählen sicherlich zwei Ausflüge in die Umgebung Sankt Petersburgs. Der Peterhof war die Sommerresidenz Peters des Großen. Mit seinen sommerlichen Wasserspielen und zahllosen vergoldeten Figuren in einem traumhaften Park entführt er einen in die prachtvolle Welt der Zaren.

Der Katharinenpalast in Puschkin ist vor allem durch das Bernsteinzimmer weltberühmt. Die Hauptsommerresidenz der russischen Zaren liegt 25 km südlich. Sie kann ab Witebsker Bahnhof (Metro Puschkinskaja) mit dem Elektrozug bis zur Haltestelle „Zarskoje Selo“ (Puschkin), weiter mit Bus, oder ab der Metrostation „Moskowskaja“ mit Bussen erreicht werden. Besonders der große Ballsaal, „die Halle des Lichts“, mit seiner spektakulären Deckenbemalung und die zahlreichen unterschiedlich verzierten kleinen Zimmer sind den Besuch wert.

Um Russland zu besuchen benötigt man ein Visum. Darum sollte man sich frühzeitig kümmern. Wer nicht privat eingeladen wurde oder über einen Reiseveranstalter gebucht hat muss hierfür einiges organisieren.
Zum Schluss hier noch ein kostenloser Reiseführer St. Petersburg zum Download. Viel Spaß damit.

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2 Kommentare zu “Sankt Petersburg – Museum unter freiem Himmel”

  1. Markus Spott

    Sankt Petersburg – Museum unter freiem Himmel. Auf jeden Fall eine Reise wert, http://bit.ly/9t3Jbk

  2. Svenja

    Ich liebe die Erimitage! War schon drei Mal in St.Petersburg und jedes Mal in diesem Palast von einem Museum. Und ich glaube, ich habe noch keinen der Räume ein zweites Mal betreten.

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Aurelius Augustinus.

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