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Cobá ist eine Ruinenstätte der Maya im mexikanischen Bundesstaat Quintana Roo auf der Ostseite der Yucatán-Halbinsel, etwa 40 km entfernt von Tulúm. Unentdeckt von den Spaniern ist es noch heute ein echtes Erlebnis, dessen Ruinen zu besichtigen. Im Gegensatz zu den anderen archäologischen Stätten wurden ihre Mauern nicht von den Konquistatoren geschleift und man darf die steilen Stufen der großen Pyramide, Nohoch Mul, sogar noch erklettern – im Gegensatz zu Uxmal und Chichén-Itzá.

Nohoch Mul Pyramide in Cobá

Die Maya-Stätte in Cobá ist von einem Urwald umgeben – viele Teile der Siedlung liegen mitten im Dschungel und wurden noch nicht freigelegt. Man identifizierte aber vier Zentren: Cobá-Gruppe, Chumuc Mul-Gruppe, Nohoch-Mul-Gruppe und die Macanxoc-Gruppe. Dessen ältestes, die Cobá-Gruppe, erstreckt sich zwischen den beiden Seen Lago Cobá und Lago Macanxoc und kann kurz nach dem Eingang als erstes besichtigt werden. Dessen 24 m hohe Pramide „La Iglesia“ (die Kirche) bietet bereits einen prächtigen Eindruck, darf allerdings nicht bestiegen werden. Wir waren immer wieder beeindruckt, wenn plötzlich hinter großen Bäumen eine noch halb überwucherte Ruine auftauchte.

Vorbei an zwei Ballspielplätzen und mehreren Stelen aus der Zeit von 600 bis 900 n. Chr. erreichen wir die Nohoch-Mul-Gruppe. Man muss aus dem Schatten der Bäume heraustreten, um den Tempel auf der Pyramidenspitze vom Erdboden überhaupt zu sehen. Die Nohoch-Mul Pyramide ist mit 42 m und 121 Stufen die höchste in Cobá und in ganz Yucatán. Ihr Name bedeutet „Großer Hügel“ – von wegen „no hoch“ … 😉

Und dann ging’s los! In der Mitte der Stufen ist heute ein dickes Seil befestigt, das einem den Auf- und/oder Abstieg gegebenenfalls erleichtern kann. Aufrecht oder auf allen vieren wagt jeder einzelne auf seine Art den Aufstieg. Schwindelfreiheit und Höhen ohne Geländer zu ertragen sind hierbei durchaus hilfreiche Begleiter. Ohne Blick zurück nach unten kraxeln wir Stufe um Stufe nach oben – zunehmend werden diese schmaler und steiler. Außer Puste und stolz wie Oskar kommen wir oben an.

Am höchsten Punkt befindet sich ein Raum, der von den Mayapriestern für bestimmte Rituale genutzt wurde. Ein alter, steinerner Altar zeugt noch heute von dieser Zeit. Die Plattform, auf der der Tempel steht, bietet Platz zum Verweilen. Von hieraus hat man einen wunderschönen Ausblick über Coba und den satten grünen Dschungel an dessen Rändern die Seen funkeln. Ein atemberaubender Moment!
Der Abstieg dauert länger als der Aufstieg und ist, obwohl es bergab geht, genauso kräftezehrend. Unten angekommen registriert man erstmals, wie viele Besucher den Aufstieg nicht wagen.

Ein Ausflug, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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"Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon."
Aurelius Augustinus.

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